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    Photovoltaik-Kosten in 2016 gesunken

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    Photovoltaik-Strom vom eigenen Dach rechnet sich finanziell. Im Jahr 2016 wird er sogar noch lukrativer. Die Renditeaussichten für Neuanlagen sind unter anderem deshalb besser geworden, weil die Investitionskosten in den letzten zwei Jahren um bis zu 10 Prozent gesunken sind. Den geringeren Investitionskosten stehen zudem höhere Einnahmen gegenüber: Den in der eigenen Anlage produzierten Sonnenstrom selbst zu verbrauchen, ist aufgrund des im Januar gestiegenen Strompreises jetzt lohnender. Und die Vergütungssätze für den Teil des Solarstroms, der in das Netz eingespeist wird, sind zum 1. Januar 2016 zum zweiten Mal in Folge nicht mehr gesunken. So sind bei einer guten Planung und erhöhtem Eigenverbrauch Renditen von fünf bis sechs Prozent möglich.

    Kosten pro kWp in 2016 unter 1.500 Euro

    Anfang 2006 kosteten schlüsselfertige Aufdach-Photovoltaikanlagen bis 10 Kilowatt installierter Leistung (kWp) im Durchschnitt um die 5.000 Euro pro kWp. 2014 waren es noch 1.640 Euro pro kWp. In 2016 betragen die durchschnittlichen Photovoltaik-Kosten sogar nur noch 1.490 Euro. Flankiert werden die gesunkenen Kosten durch die erhöhte Profitabilität des Eigenverbrauchs. Der durchschnittlich um zwei Prozent gestiegene Strompreis macht es noch attraktiver, den Solarstrom selbst zu verbrauchen. Hinzu kommt: Im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2016 bleibt die Förderung für neue Hausdachanlagen bis 10 Kilowatt installierter Leistung mit 12,31 Cent pro Kilowattstunde (kWh) gleich hoch – bis September sank der für 20 Jahre garantierte Satz monatlich.

    Tipp: Im Internet gibt es verschiedene Kostenrechner für PV-Anlagen. Wir empfehlen den PV-Rechner des solaranlagen-portal.com. Hier werden die Kosten und Vergütungssätze aktuell gepflegt. Seit Mitte 2016 gibt es hier auch einen Photovoltaik Angebotsvergleich, mit dem sich bestehende Angebote hinsichtlich des Preises und des Umfangs bewerten lassen.

    Geld verdienen und ökologisch Gutes tun

    Treiber der Rendite ist nicht mehr die Einspeisung, sondern ganz klar der Eigenverbrauch des Ökostroms. Der Grund: Strom aus einer neuen Photovoltaik-Anlage ist rund halb so teuer wie Strom vom Energieversorger. Der Haushaltsstrompreis liegt derzeit netto bei rund 25,5 Cent pro Kilowattstunde, die Kosten für den Photovoltaikstrom vom eigenen Dach sind 2016 inzwischen auf 11 bis 13 Cent pro kWh gesunken. Wer also den eigenen Solarstrom verbraucht und nicht verkauft, spart die Differenz von derzeit rund 13 Cent – um so viel ist der Eigenverbrauch lukrativer.

    Um mit der Solaranlage Renditen von fünf bis sechs Prozent zu erreichen, sollten die Besitzer daher den Eigenverbrauch möglichst erhöhen. Das bedeutet: Ihren Stromverbrauch im Haus auf den von der PV-Anlage gelieferten Strom abstimmen. Eine sorgfältige Dimensionierung und Planung der Anlage ist aus diesem Grund unabdingbar.

    Kostensenkung durch gezielten Eigenverbrauch

    In der Regel ist der Eigenverbrauch ohne zusätzliche Maßnahmen auf 25 bis 30 Prozent begrenzt. Ein Mittel, um ihn zu erhöhen, ist die Verlagerung des Stromverbrauchs in die Mittagsstunden. Die Spülmaschine oder der Wäschetrockner werden dann zwischen 11 und 15 Uhr und nicht am Abend angestellt. Eine weitere Möglichkeit ist, die Module nicht nach Süden wie üblich, sondern nach Osten und Westen auszurichten. Ihr Ertrag reicht bis in die Abendstunden, wenn die Bewohner wieder im Haus sind. Der Eigenverbrauch kann in diesen Fällen auf 30 bis 40 Prozent steigen. Eine weitere Maximierung ist mit Batterien möglich. Sie stehen derzeit an der Schwelle zur Wirtschaftlichkeit und werden daher noch finanziell gefördert.

    In 2016 werden die Solarstromspeicher entgegen ersten Ankündigungen nun doch über das KfW-Programm „Erneuerbare Energien – Speicher (275) weiter gefördert. Die Photovoltaik-Kosten 2016 für Stromspeicher können seit diesem Jahr aber auch in den Programmen „Erneuerbare Energien (270, 274)" und „Energieeffizient Bauen (153)" mitfinanziert werden. Hier gibt es zinsgünstige Kredite.

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