Pufferspeicher mit nachgeschalteter Trinkwasserstation

7. Oktober 2020
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Die Regelung (3) steuert die Kollektorkreispumpe, so dass die vom Kollektorfeld (1) gelieferte Solarwärme über die Solarstation (2) zum Pufferspeicher (5) geleitet wird. Die Nachheizung (4) erwärmt das obere Bereitschaftsvolumen des Pufferspeichers bei Bedarf auf die gewünschte Solltemperatur. Bei Warmwasserzapfung (Bereich 8) erfolgt die Bereitung des Warmwassers im Durchflussprinzip in der Trinkwasserstation (6). Die Einbindung einer Zirkulation (9) erfolgt über die Trinkwasserstation.

Legende WW3

  • 0: Funktionsprinzip
  • 1: Kollektorfeld
  • 2: Kollektorkreis
  • 3: Regelung
  • 4: Nachheizung
  • 5: Pufferspeicher
  • 6: zentrale Trinkwasserstation
  • 7: Heizkreise
    (hier nicht abgebildet)
  • 8: Trinkwasserverbraucher
  • 9: Zirkulation
  • 10: Legionellenschutzschaltung
    (wird hier von 9 übernommen)

Der Heizkreis (Bereich 7) ist nicht abgebildet, da die Solaranlage nur die Warmwasserbereitung unterstützt. Die Versorgung der Heizkreise erfolgt direkt über den Wärmeerzeuger. Die Legionellenschutzschaltung zur thermischen Desinfektion der Trinkwasserleitungen (10) erfolgt mit der Zirkulation.

Bei Rohrleitungsinhalt >3 l ist eine thermische Desinfektion erforderlich. Die Regelung der Zirkulation muss in der Lage sein, einmal täglich das WW-Netz auf >60 °C zu erwärmen.

Systemintegration

Nachheizung

Wird diese Speichervariante als Ersatz für einen vorhandenen WW-Speicher verwendet, ist die Nachheizung im oberen Bereich des neuen Pufferspeichers anzuschließen.

Der Pufferspeicher ist in einen oberen und einen unteren Teil aufzuteilen: Während die untere Hälfte ausschließlich der Beladung durch die Solaranlage zur Verfügung steht, wird die obere Hälfte auf Bereitschaftstemperatur gehalten oder von der Solaranlage bis auf 95 °C erwärmt.

Zirkulation

Die Einbindung einer Zirkulation erfolgt über die Trinkwasserstation.

Besonders zu beachten

Planung und Einsatzgrenzen

  • Richtige Auslegung des Pufferspeichers und der Trinkwasserstation sind maßgeblich für die Versorgungssicherheit. Prüfen Sie, ob die Wärmeübertragungsleistung der gewählten Trinkwasserstation ausreichend ist (Zapfspitzen/Versorgungssicherheit).
  • Klären Sie, welche Mindest-Kesselanschlussleistung und welches Bereitschaftsvolumen die von Ihnen gewählte Trinkwasserstation benötigt. Die Hersteller bieten hierfür in der Regel geeignete Auslegungstabellen und Diagramme. Das bedeutet eine reine haustechnische Betrachtung ohne Anrechnung eines solaren Beitrags.
  • Eine Trinkwasserstation verursacht einen zusätzlichen Druckverlust, der sich auf das nachgeschaltete Warmwasser-Netz auswirkt. Prüfen Sie, ob dieser Druckverlust vom System zu verkraften ist, ob ggf. Druckerhöhungs-Maßnahmen erforderlich sind, oder ob auf einen Systemtyp mit Trinkwasserspeicher gewechselt wird.
  • Soll ein vorhandener Pufferspeicher genutzt werden, ist dessen Tauglichkeit für eine solare Beladung, d. h. die Anbindungsmöglichkeit eines Solarwärmetauschers bzw. einer Wärmeübergabestation zu prüfen.
  • Beim Einsatz bivalenter Pufferspeicher besteht die Gefahr einer thermischen Vermischung vom oberen in den unteren Teil des Pufferspeichers. Durch zwei separate hydraulisch entkoppelte Speicher kann diese Gefahr unterbunden werden.
  • Die Anbindung der Zirkulation in die Kaltwasserzuleitung der Trinkwasserstation führt zu höheren Rücklauftemperaturen zum Pufferspeicher. Die Temperaturerhöhung kann durch Regelung der Zirkulationspumpe (Zirkulationsrücklaufabsenkung, Zirkulation aus bei Zapfung etc.) reduziert werden. Hygienische Aspekte sind dabei zu beachten. Ebenfalls kann der Rücklauf des Puffer-Entladekreises temperaturorientiert (Schichtlanzen/Umschaltventile) in den Pufferspeicher eingebunden werden.
  • Ist die Temperatur auf der Primärseite des Entladewärmetauschers zu hoch, besteht die Gefahr der Verkalkung auf der Trinkwasserseite. Aus diesem Grund wird die Puffer-Entlade-Vorlauftemperatur i. d. R. auf max. 65 °C begrenzt, damit nach Abzug der Grädigkeit des Plattenwärmetauschers (empfohlen: maximal 5 K) das Trinkwasser nicht über 60 °C erwärmt wird.

Montage, Installation und Wartung

  • Überprüfen Sie, ob die Speichereinbringung (Gewicht, Breite, Höhe) möglich und die Aufstellbarkeit (Fläche, Höhe, Kippmaß) gegeben ist.

Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

Bestücken eines Flach- und Satteldaches

Das zu bestückende Dach hat eine Länge von 12m. Über eine Länge von 10m verfügt es über eine durchgehende Dachgaube als Flachdach mit einer Breite von ca. 4m. Daran schließt sich das Satteldach an mit einer Höhe von ca. 2,5m bis zum First. Der Winkel dürfte 45° betragen. Frage 1: Kann man sowohl den Flachdachteil als auch das Satteldach bestücken? Wieviel Elemente werden hier ungefähr Platz finden? Frage 2: Gibt es eine technische Möglichkeit, ca. 30 lfm Balkonbrüstungen, Höhe ca 90cm, ebenfalls zu bestücken?
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Austauschflüssigkeit soll das reines Wasser sein. Kann ich im Wochenendhaus im Winter das Wasser ablassen wenn ich keine Wärmeleistung brauche?
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Vakuumröhren undicht - Kosten?

Wir haben im Jahre 2008 Vakuumröhrenkollektoren SolarPlus mit Durchfluss und Heat-Pipe-Prinzip der Firma BRÖTJE auf uns Dach bauen lassen. Die Röhren (eine der Röhren ?) sind undicht, so dass die ganze Flüssigkeit ausgelaufen ist. Wir hätten gerne einen Kostenvoranschlag für die auf uns zukommenden Kosten.
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PVT-Kollektoren für Einfamilienhäuser und Ferienhäuser gesucht

Ich suche im Auftrag von einigen Bauherren nach PVT-Kollektoren zur Strom und Warmwassererzeugung für Einfamilienhäuser, in der Stadt und als Ferienhäuser am Strand. Standort für die Anlagen ist Lima in Peru. Welche Daten brauchen Sie von mir, um einen Kostenvoranschlag zu erstellen? Freundliche Grüße!
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Gibt es erweiterbare Heizkessel?

Gibt es eine Heizungsanlage die man anfänglich mittels Solarthermie nur zur Warmwasserunterstützung nutzen kann, aber in beispielsweise 2 Jahren durch Kesselerweiterung und Aufstockung der Kollektorfläche in die Heizungsunterstützung mit einbinden kann? Und wenn ja, sind die Wirkungsweisen dann ähnlich hoch wie bei spezielleren Einzelgeräten, oder muss da dann Abstriche machen?
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Bester Heizsystem Hersteller

Ich freue mich auf zahlreiche Erfahrungen hinsichtlich meiner Frage: Welcher Heizsytem-Hersteller ist der Beste?
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Würde gern meine Heizung mit Solar unterstützen - bereits installiert ist ein SPK 15 und ein 1000 Liter Hygienespeicher. Mein Dach hat zwar eine Neigung von 45 Grad aber ist Ost- West ausgerichtet. Will jetzt auch keinen Mist kaufen, aber bezahlbar und möglich bafa unterstützt sollte ist schon sein.
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Solarthermieanlage erhitzt Speicher nur ungenügend - Temperatur zu niedrig

Trotz des anhaltend guten Wetters bin ich mit meiner Solarthermie Anlage nicht wirklich zufrieden. Bis vor ein paar Wochen hat alles tadellos funktioniert. Dann wurde eine neue Wasserenthärtungsanlage eingebaut und der Wasserfilter erneuert. Nach ein paar Tagen ist mir dann aber aufgefallen, dass die Temperaturen im Wasserspeicher nicht mehr so hoch waren wie üblich. Statt 65 Grad Celsius waren es nur um die 40 Grad Celsius. Ich habe die Solarflüssigkeit gewechselt, gespült, mehrmals entlüftet: das Problem ist aber geblieben. Die Flüssigkeit kommt mit gut 75 Grad Celsius in den Wärmetauscher und geht mit 25 Grad wieder hoch. Die Temperatur auf den 8qm Flachkollektoren ist gut 95 Grad Celsius. Druck ist bei 4,5 bar. Die Temperatur im mittleren Bereich des 400l Warmwasserspeichers bleibt aber bei den gut 40 Grad Celsius (oben kaum wärmer). Die Grundfos 25 60 Solarpumpe läuft (und einer ersten Prüfung nach auch ohne Fehler). Haben Sie eine Idee woran es liegen kann?
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