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Erzielbarer solarer Deckungsanteil durch Zirkulationseinbindung

Durch die Einbindung der Trinkwarmwasserzirkulation in das Solarsystem kann ein höherer solarer Deckungsanteil erzielt werden – zwar nicht in dem Maße wie bei einer Heizungsunterstützung –, sie ist bei begrenzter Kollektorfläche jedoch eine interessante Systemerweiterung.

Folgende Tabellen basieren auf Simulationsrechnungen und sollen ein Gefühl geben, wie hoch der solare Deckungsanteil bei unterschiedlich ausgelegten Solaranlagen ohne Heizungsunterstützung ansteigt.

Variante 1: ohne Einbindung der Zirkulation, Trinkwasservorwärmanlage (normal dimensioniert)
Verhältnis von Zirkulations- zu Zapfenergie Solarer Deckungsanteil Zapf Solarer Deckungsanteil
Zapf + Zirk.
Solarer Deckungsanteil GWB 100 Solarer Deckungsanteil GWB 50
0,5 35 % 24 % 4 % 6 %
1,0 35 % 18 % 4 % 6 %
3,0 35 %  9 % 3 % 4 %
Variante 2: Einbindung mit Umschaltventil im Zirk.-Rücklauf, leicht überdimensioniert (Faktor 1,5)
Verhältnis von Zirkulations- zu Zapfenergie Solarer Deckungsanteil Zapf Solarer Deckungsanteil
Zapf + Zirk.
Solarer Deckungsanteil GWB 100 Solarer Deckungsanteil GWB 50
0,5 47 % 32 % 5 % 9 %
1,0 47 % 24 % 5 % 8 %
3,0 47 % 12 % 4 % 6 %
Variante 3: Einbindung mit separatem Wärmetauscher, stark überdimensioniert (Faktor 2,6)
Verhältnis von Zirkulations- zu Zapfenergie Solarer Deckungsanteil Zapf Solarer Deckungsanteil
Zapf + Zirk.
Solarer Deckungsanteil GWB 100 Solarer Deckungsanteil GWB 50
0,5 (66 %)1) (41 %)1) (7 %)1) (12 %)1)
1,0 66 % 33 % 7 % 11 %
3,0 66 % 16 % 5 %  8 %

1) Wegen geringer Zirkulationsverluste ist diese Auslegung ohne Heizungseinbindung ungünstig.

Erläuterungen

Verhältnis von Zirkulations- zu Zapfenergie (Spalte 1)

Der Energiebedarf für die Trinkwarmwasserzirkulation wurde variiert von

  • halb so hoch wie für Zapfenergie (145/290 kWh/d)
  • genauso hoch (290/290 kWh/d) wie für die Zapfenergie
  • und als Extremfall um Faktor 3 höher als die Zapfenergie (870/290 kWh/d).

Solare Deckungsanteile

Folgende solare Deckungsanteile werden angegeben:

  • solarer Deckungsanteil an Zapfenergie
    = Solarer Deckungsanteil Zapf
  • solarer Deckungsanteil an Zapfenergie + Zirkulationsenergie
    = Solarer Deckungsanteil Zapf + Zirk.
  • solarer Deckungsanteil am Gesamtwärmebedarf des Gebäudes (WSchVO 95)
    = Solarer Deckungsanteil GWB 100
  • solarer Deckungsanteil am Gesamtwärmebedarf des Gebäudes (NEH)
    = Solarer Deckungsanteil GWB 50

Der jährliche Raumwärmebedarf wurde unterschieden nach:

  • mittelmäßig gedämmten Gebäuden (GWB 100)
    etwa WSchVO 95, 100 kWh pro m2 Wohnfläche
  • Niedrigenergiehausstandard (GWB 50)
    50 kWh pro m2 Wohnfläche

Systemvarianten und Auslegung

Das Solarsystem wurde in drei Varianten gerechnet:

Bei der Zirkulationseinbindung wird zwischen zwei technisch unterschiedlichen Varianten unterschieden:

Die Inhalte dieser Seite sind im Rahmen der Projekte "Solarthermie-2000" und "Solarthermie2000plus" von der ZfS – Rationelle Energietechnik GmbH erarbeitet worden.

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