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Bodo Grimmig

Bodo Grimmig

Tätig für das Kompetenzzentrum Region Nord-West

Fachlicher Hintergrund

Mitarbeiter der target GmbH, Projektmanagement

Bodo Grimmig spezialisierte sich bereits im Rahmen seines Elektrotechnik-Studiums auf die Thematik „Erneuerbare Energien“. Folgerichtig ging er nach dem Studium an das Institut für Solarenergieforschung, wo er über vier Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Photovoltaik arbeitete. Im Jahr 2000 wechselte er von einem Planungsbüro für Solaranlagen zur target GmbH, wo er als Fachmann auf den Gebieten Solarthermie, Photovoltaik und Biomasse für die inhaltliche Konzeption von Qualifizierungsmaßnahmen und Kampagnen zuständig ist. Er hat zum Themenbereich "Erneuerbare Energien" zahlreiche Publikationen, Broschüren und Informationsmaterialien veröffentlicht. Mit dem Ziel, die Markteinführung großer Solarwärmeanlagen im europäischen Raum zu unterstützen, hat Bodo Grimmig das EU-Projekt SOLARGE koordiniert.

Meinung

Wie schätzen Sie die Marktentwicklung großer Solarwärmeanlagen ein? 

Mit steigenden Preisen für Öl und Gas erhöhen sich auch die Nebenkosten für Heizung und Warmwasser in Mehrfamilienhäusern. Große Solarwärmeanlagen tragen hier nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern auch zur Einsparung von Energie und zur kalkulierbaren Reduzierung der Mietnebenkosten. In Zukunft werden immer mehr Mieter verstärkt auf die Höhe dieser „zweiten Miete“ achten, und viele Eigentümer werden erkennen, dass sich die Vermietbarkeit ihrer Immobilie nach Installation einer Solarwärmeanlage deutlich verbessert. Wenn man bedenkt, dass einerseits solarthermische Anlagen bislang fast ausschließlich bei Ein- und Zweifamilienhäusern eingesetzt werden und dass sich andererseits über 50 Prozent der Wohnungen in Mehrfamilienhäusern befinden, wird klar, dass große Solarwärmeanlagen allein in diesem Bereich ein immenses Marktpotential aufweisen, welches nur darauf wartet, genutzt zu werden.  

Mit welchen Fragen können sich Handwerker an die Kompetenzzentren wenden?

Solarwärmeanlagen für Mehrfamilienhäuser, Hotels und viele andere öffentliche oder gewerbliche Einrichtungen können nicht einfach geplant und gebaut werden, indem die von Kleinanlagen aus dem Ein- und Zweifamilienhausbereich bekannte Technik unter Verwendung größerer Komponenten auf Großanlagen übertragen wird – die Dimensionierung ist anspruchsvoller und die Systemtechnik komplexer. Große Solarwärmeanlagen arbeiten problemlos, wenn sie richtig ausgelegt und sorgfältig installiert werden – aber das will gelernt sein. Um Fachhandwerker und Planer dabei zu unterstützen, bietet das Kompetenzzentrum Region Nord-West zielgruppenspezifische Fortbildungen an. Außerdem beraten wir bei konkreten Fragen rund um Vorplanung, Dimensionierung und Systemtechnik. Daneben beantworten wir aber auch Erstanfragen zu großen Solarwärmeanlagen und stellen beispielsweise Checklisten zur Verfügung.

Welche Lektüre empfehlen Sie jedem Solarhandwerker?

Große Solarwärmeanlagen für Gebäude, BINE Informationsdienst 2008 [PDF 1116 kB]
Auch wenn in dieser Veröffentlichung einige Beispiele und Analysen verhältnismäßig großer Solaranlagen (mit Kollektorflächen von 100 Quadratmetern und mehr) präsentiert werden, bietet die Broschüre auf 20 Seiten doch einen kompakten Überblick und guten Einstieg in die Thematik.